Der Auferstandene begegnet seinen Jüngern auf verschiedene Weise. Maria Magdalena erkennt ihn im Garten, die Jünger von Emmaus begegnen ihm auf ihrem Weg, und die Jünger im Abendmahlssaal hören seinen Friedensgruß. Diese lebendigen Erzählungen zeigen: Der Herr lebt und begleitet seine Kirche bis heute.
Ostern ist ein Aufbruch. Für die Jünger begann nach der Auferstehung ein neuer Weg. Aus Angst wurde Mut, aus Trauer Hoffnung. Sie gingen hinaus und verkündeten der Welt die frohe Botschaft. Auch wir sind eingeladen, diesen Aufbruch im Glauben zu wagen.
Der Glaube an die Auferstehung lässt sich jedoch nicht allein mit menschlicher Intelligenz erfassen. Der Verstand kann vieles erklären, doch das Geheimnis der Auferstehung übersteigt unsere menschlichen Möglichkeiten. Die Auferstehung Jesu ist kein Ereignis, das man vollständig analysieren oder beweisen kann. Sie ist ein Geheimnis Gottes, das sich dem Herzen des glaubenden Menschen öffnet.
Darum bedeutet Glauben mehr, als nur etwas mit dem Verstand zu begreifen. Glauben heißt vertrauen. Die Jünger selbst haben lange gebraucht, um zu verstehen, was geschehen war. Erst in der Begegnung mit dem Auferstandenen wuchs ihr Glaube.
Auch die Natur erinnert uns jedes Jahr an diese Botschaft. Der Frühling beginnt, die Natur blüht auf, die Tage werden länger und das Licht wird stärker. Neues Leben bricht hervor. So wie die Natur aus dem Winter erwacht, so verkündet Ostern das neue Leben, das Gott schenkt.
Ostern darf deshalb nicht nur ein äußeres Fest bleiben oder im Konsum der Märkte verloren gehen. Es ist ein Fest des Glaubens und der Hoffnung. Die Auferstehung Jesu will unser Leben erneuern.
Christus ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden. In ihm schenkt Gott uns den Sieg über den Tod und einen neuen Anfang für unser Leben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch im Namen des ganzen Pfarrhaus- und Pastoralteams
Gesegnete Ostern, Pater Georg