Unglaublich - Meine Reise nach Indien


Wenn ich meine Reise nach Indien mit nur einem Wort beschreiben dürfte, würde ich “unglaublich” wählen.
Schon bei der Ankunft in Delhi erlebte ich wie laut, wie unglaublich lebendig, diese Metropole ist. Die Straßen sind ein faszinierendes Chaos aus hupenden Autos, Tuk Tuks, Rikschas und Menschen in bunten Gewändern. Die Geräuschkulisse klingt wie ein ständiges Konzert.
Delhi ist unglaublich kontrastreich. Es hat mich mit seiner Mischung aus Tradition und Moderne beeindruckt: prächtige Tempel neben glitzernden Einkaufszentren, alte Basare neben breiten Boulevards.
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Taj Mahal in Agra. Dieses architektonische Meisterwerk hat zurecht die Bezeichnung als Weltwunder verdient. Die filigranen Verzierungen, die perfekte Symmetrie sind unglaublich schön. Als ich vor dem weißen Marmor stand, der im Sonnenlicht glitzerte, fühlte ich mich wie in einem Märchen.
Von der pulsierenden Nordindien-Erfahrung ging es weiter in den Süden, nach Kerala. Hier erlebte ich eine andere Seite Indiens, Ruhe und Natur und Gelassenheit.
Die Fahrt auf einem traditionellen Hausboot durch die Backwaters, ein Netz aus Palmen gesäumten Kanälen und Reisfeldern, war pure Entspannung.
In Munnar erstreckten sich die sanften Hügel der Teeplantagen wie ein grünes Meer. Dort erlebte ich einen Elefantenritt – ein unglaublich majestätisches Gefühl, auf dem Rücken eines sanften Riesen durch die Natur zu ziehen.
Erholsam waren die Tage am Strand und das Baden im warmen Wasser des Indischen Ozeans. Der Sonnenuntergang in Orange-, Rosa- und Goldtönen war ein ganz besonderer Moment. Wie unglaublich still die Welt in diesem Augenblick war!
Besonders berührt hat mich in Indien die unglaubliche Herzlichkeit der Menschen. Überall begegnete mir Offenheit und Freundlichkeit. Immer wieder sprachen mich Einheimischen neugierig an: „Where are you from?“ – und fast ebenso oft folgte die Bitte „Can I take a picture ?“ und sie machten Fotos. Mehrmals! Mit sich selbst, der Freundin, der Mutter oder der ganzen Familie, die zusammengetrommelt wurde.
Was mich an Indien ebenfalls fasziniert hat, ist die Vielfalt der Kulturen und Religionen. Hinduistische Tempel, Moscheen, Kirchen und buddhistische Gebetshäuser – alles existiert nebeneinander. Diese bunte Mischung macht das Land einzigartig. Wie wichtig müssen Toleranz und Respekt in einer Gesellschaft sein, die so viele Glaubensrichtungen vereint?
Indien ist unglaublich - voller Gegensätze, Farben und Geschichten. Es hat mich überrascht, begeistert und meine Perspektiven verändert.
