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Verhaltenskodex

Selbstauskunfterklärung

Verpflichtungserklärung

Schutzkonzept - Kurzfassung -

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

diese Informationsschrift soll Ihnen einen Ein-blick in das Schutzkonzept der Pfarrei Speicher St. Peter und Paul vermitteln. Alle Pfarreien im Bistum Trier und darüber hinaus haben die Notwendigkeit erkannt, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie mit schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen einem Schutzkonzept zu unterstellen. Eines der wichtigsten Elemente dieses Konzeptes ist der verbindliche Verhaltens-kodex der auf den nachfolgen Seiten abgedruckt ist. Alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen müssen diesen Kodex unterschreiben.

Des weiteren ist im Schutzkonzept geregelt, unter welchen Bedingungen Erwachsene mit den ihnen Anvertrauten arbeiten dürfen. Ein Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ent-sprechende Schulungen sind nur einige der Stichworte aus diesem Kapitel.

Ebenso verbindlich ist im Schutzkonzept geregelt, wie man vorgehen muss falls es zu einem Fehl-verhalten, einer Grenzverletzung oder gar Schlimmeren gekommen ist. Hier sei in diesem Zusammenhang auf die entsprechenden Adressen und Kontaktinformationen von Helfern und Ansprechpartnern hingewiesen, die auf der letzten Seite zu finden sind.

Diese Informationsschrift gewährt nur einen kleinen Einblick in das Schutzkonzept. Den vollständigen Text finden Sie hier auf dieser Seite unter dem Button  "Vollversion öffnen"

Ihr Pastor Gerber

VERHALTENSKODEX

Respekt, Wertschätzung und Vertrauen prägen unsere Arbeit mit Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen. Wir verpflich-ten uns, konkrete Maßnahmen umzusetzen, um Grenzverletzungen, sexuelle Übergriffe und Miss-brauch zu verhindern. Wir sind uns der eigenen Vorbildfunktion bewusst. Der Verhaltenskodex ist ein verbindlicher Orientierungsrahmen um das Wohl der Schutzbefohlenen zu fördern, das eigene Handeln zu hinterfragen und Grenzver-letzungen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren und mögliche Täter*innen abzu-schrecken.

Sprache und Wortwahl

Die Kommunikation ist von Wertschätzung und Respekt geprägt. Diskriminierung, Ausgrenzung sowie sexistische Ausdrucksweisen haben in unserer Pfarrei keinen Platz. Wir achten auf die Wortwahl, denn Wörter können beleidigen, ver-letzen und erniedrigen.

Adäquate Gestaltung von Nähe und Distanz

Ein vertrauensvolles Miteinander erfordert ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz. Die Verantwortung liegt immer bei den Bezugs-personen.

Wir respektieren in jedem Fall die individuellen Grenzen der/des einzelnen (“nein heißt nein”).

Angemessenheit von Körperkontakten

Wir nehmen eigene und fremde Grenzen wahr und respektieren sie. Jeder Mensch definiert seine eigenen Grenzen. Unerwünschte Berühr-ungen und körperliche Annäherungen sind nicht erlaubt. Wenn sie mit dem Versprechen einer Belohnung oder Androhung einer Strafe erpresst werden, ist sofort einzuschreiten.

Körperkontakt mit Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen muss initiativ von diesen ausgehen. Bezugspersonen haben das Recht und unter Umständen auch die Pflicht, diesen freundlich, aber bestimmt abzulehnen.

Beachtung der Intimsphäre

Der Schutz der Intimsphäre wird sichergestellt. Situationen, in denen einzelne Mitarbeiter* innen mit Minderjährigen oder schutz- oder hilfebe-dürftigen Erwachsenen alleine sind, gestalten wir offen und transparent.

Zulässigkeit von Geschenken und Vergünstigungen

Geschenke als Dank und Zeichen der Wert-schätzung sind im üblichen Rahmen für alle gleich und im transparenten und öffentlichen Rahmen möglich.

Ansprechpartner*innen externer Fachberatungsstellen

Hilfetelefon bei sexualisierter Gewalt: 0800-22 55 530

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ Tel.: 116 111 (kostenlos)

Jugendamt Bitburg / Jugend und Familie (Amt 12) Tel.: 06561 15-0 (Zentrale)

Geschulte Personen im Pastoralen Raum Bitburg

Für die Pfarrei Speicher St. Peter und Paul:

Frau Petra Pohl, Handy: 0176-51 37 81 79

Für den Pastoralen Raum Bitburg:

Herr Dyrck Meyer, Handy: 0151-53 83 08 61

Umgang mit Medien und sozialen Netzwerken und deren Nutzung

Der Gebrauch von Smartphone und anderen Medien und die Nutzung der "sozialen Netz-werke" wird situativ (in allen Gruppierungen) miteinander besprochen und verbindlich ge-regelt. Auch hier ist jede Kommunikation von Wertschätzung und Respekt geprägt. Jede Art von Diskriminierung und Ausgrenzung hat keinen Platz. Wir achten auf die Einhaltung des Daten-schutzgesetzes, besonders bei dem Recht am eigenen Bild wie bei der Veröffentlichung von Fotos und Videos in sozialen Netzwerken.

Das Aufnehmen und Veröffentlichen von Fotos und Videos erfolgt neben der Erlaubnis durch den/die Erziehungs-/Sorgeberechtigte/n nur mit Einverständnis der Kinder und Jugendlichen.

 

Verhalten auf Freizeiten und Reisen

Auch auf Freizeiten gelten alle Regeln zur an-gemessenen Gestaltung von Körperkontakten, Nähe und Distanz, Beachtung der Intimsphäre sowie ein respektvoller Umgang. Dazu gehört, dass die Übernachtungsräume und die Sanitäts-räume nach Geschlechtern getrennt sind und es separate Schlafräume für die Betreuungskräfte gibt.

Übernachtungsregelungen, Nutzung von Sanitär-anlagen etc. werden im Vorhinein mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern durch die Betreuer*innen transparent abgesprochen und das Einverständnis eingeholt.

Erzieherische Maßnahmen

Erzieherische Maßnahmen müssen so gestaltet sein, dass die persönlichen Grenzen von Schutz-befohlenen nicht überschritten werden. Es ist darauf zu achten, dass diese in direktem Bezug zum Fehlverhalten stehen und dass sie ange-messen, und plausibel sind.

Konsequenzen bei Regelübertretungen

Wenn die Regeln für das gute Miteinander missachtet oder Grenzen überschritten werden, ist es Aufgabe der Leiter*innen, entsprechend dem Interventionsplan zu reagieren.

Mögliche Sanktionen werden anhand des Inter-ventionsplans besprochen. Sie sollen in direktem Zusammenhang - zeitlich und sachlich mit der Missachtung oder Grenzüberschreitung stehen und müssen angemessen sein.

Wir schließen körperliche, psychische und ver-bale Gewalt als Disziplinierungsmaßnahme aus.

Ansprechpartner*innen im Bistum Trier

Fachstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt, Bischöfliches Generalvikariat Trier: Dr. Andreas Zimmer,Tel. 0651 7105-562 oder 0651 7105-279

Unabhängige Ansprechpersonen der Diözese Trier, im Verdachtsfall:

Ursula Trappe (Fachanwältin für Familienrecht) Mail: ursula.trappe@bistum-trier.de Telefon: 0151 50681592

Markus van der Vorst ( Dipl. Psychologe) Mail: markus.vandervorst@bistum-trier.de

Telefon 0170 6093314

Kinderschutzdienst der Caritas-Westeifel

Tel.: 06561-9671-0 (Zentrale)